Stop!
Bevor Du jetzt weiterliest, besorgst Du bitte erstmal Zettel und Stift.


Ich kenne meine Pappenheimer im Internet…
Ich bin nämlich genauso!
Schnelles Konsumieren und oberflächliche Infobeschaffungsmaßnahme, leider ein Phänomen bei den Menschen.

Und ich bin mir zu 99% sicher, dass Du Dir noch keinen Stift und Zettel geholt hast.
Also – Los jetzt!!

Du möchtest Dein Leben wieder zumindest in einigen Bereichen in den Griff bekommen?
Dann tu was dafür.

Und dafür brauchst Du Zettel, Stift und Zeit.

Kopfarbeit ist für mich ein ganz wichtiger Stabilisierungsfaktor. Damit kanalisiere ich meine Energien und strukturiere meine Gedanken, meine Gefühle, mein Leben…
Kopfarbeit mache ich aber nicht in Krisen- Zeiten oder wenn ich Stress habe.
Ich nutze die Zeit, wenn es mir gut geht, damit ich auch klaren Kopfes bin.
Objektiv und vor allem bereit, mich mit mir und meiner Situation zu beschäftigen.
Und ich nutze Zeiten, in denen ich alleine bin und niemand mich stört.

Das, was jetzt kommt, ist natürlich nicht alles auf meinem Mist gewachsen, aber ich fand es gut, habe es probiert und arbeite jetzt in großen Abständen damit.
Dabei fällt mir ein, ich bin damit auch ein bisschen nachlässig geworden.

Die erste und wichtigste Aufgabe:
Überlege, was Du alles tun würdest, wenn Du gesund und ohne Einschränkungen wärst.
Schreib alle Deine Wünsche und Träume auf, die unter normalen Umständen realisierbar wären. Alles! Alles was Du machen oder erreichen möchtest, wohin Du reisen würdest, was für ein Auto Du haben würdest, Hobbies, Sport, Arbeit, Bildung, alte Freunde treffen, Styling….einfach alles!
Ausser utopische Dinge natürlich…

Für diese Aufgabe nimm Dir eine halbe Stunde Zeit und wenn Du fertig bist, legst Du den Zettel mindestens für einen Tag an die Seite…denn es könnte ja sein, dass Dir noch was Wichtiges einfällt und dazu schreiben willst.

Die Fortsetzung dieser Aufgabe bekommst Du, wenn Du Nummer 1 erledigt hast, in dem passwortgeschützten Bereich
Das Zugangspasswort erhältst Du, wenn Du mir eine kurze Nachricht schreibst.

Die zweite Aufgabe ist für Deinen persönlichen Notfallkoffer:
Nutze dafür auch nur die Zeit, wenn es Dir gut geht.

Fertige eine erste ToDo-Liste an…keine übliche mit Pflichten, die erledigt werden müssen wie Hausarbeit oder Arzttermine und so einen lästigen Kram…die solltest Du sowieso haben.
Nein, fertige eine Liste an mit Dingen, die Dir gut tun…
Dinge, die Dich entspannen, die Dir Freude bereiten…wie z.B. ein Schaumbad nehmen, alte Songs hören, Kakao trinken, Mandalas malen oder ein Buch lesen oder einfach mal Kekse backen, draussen Blätter sammeln, Bastelaufgaben, etc.
Dinge, die Dir helfen können, in schwarzen Löchern bessere Gefühle und Antrieb zu bekommen.

Die zweite ToDo- Liste ist für Hochstress gedacht.
Da schreibst Du alles auf, womit Du Dich ablenken oder regulieren könntest…
Igelball kneten, Denkaufgaben im Kopf lösen, Pfefferminz lutschen, Chili, Stein im Schuh, Medis, etc.

Ich weiß von mir….und ich lese und höre es immer wieder auch von Anderen…dass es in Hochstress oder Stimmungstief- Zeiten, wenn die Depressionen mit voller Wucht zuschlagen, unheimlich schwer ist, Lösungen zu finden, wie man sich aus diesem schwarzen Loch rausziehen und selber aktivieren könnte. Dann benutzt Du diese Listen einfach als Spickzettel.
Und für Dein Umfeld kann es ebenfalls eine Hilfe sein, wenn Du Unterstützung von Aussen braucht. Es handelt sich um Skills, die sehr effektiv sein können, wenn Du diese Aufgaben hier vorher ordentlich erledigt hast.

Die dritte Aufgabe ist eine Umfeld- Aufgabe:
Diese Aufgabe ist von mir…sie ist mir bei einem Klinikaufenthalt in den Kopf gekommen.
Es ähnelt einer Familienaufstellung, aber Du kannst es alleine machen und gratis.
Auch hierfür benötigst Du Zettel und Stift, wenn Du magst auch Buntstifte.
Und Dein Umfeld sollte wirklich nicht dabei sein und den Zettel auch hinterher nicht zu sehen bekommen. Dein Umfeld könnte sich sonst auf den Schlips getreten fühlen…
Nimm Dir richtig viel Zeit für diese wichtige Aufgabe und horche gut in Dich hinein.

Stell Dir vor, Du wärst die Sonne…das Zentrum, um das sich alles dreht…
Du malst die Sonne mitten auf das Blatt Papier. Und dann gibst Du jeder Person in Deinem Umfeld eine Planetenposition. Je mehr Dein Herz an ihr hängt, desto näher ihre Umlaufbahn. Das gilt auch für Personen, die verstorben oder aus andere Gründen nicht mehr bei Dir sind.

Und dann zeichnest Du Meteoriten ein…für Menschen, mit denen Du auch zu tun hast… die Deine Beziehung zu einer nahestehenden Person stören, Dich einengen oder Dir in Deiner Situation nicht gut tun.
Oder Menschen, die Dir besonders gut tun, Ärzte Therapeuten, Nachbarn…
Benutz dazu Farben…Rot für Negativ, Grün für Positiv.
Hierbei kann es zu Überschneidungen mit den Planeten kommen…aber das ist auch gewollt.

Ziel ist einfach, dass Du Dir so super einen Gesamtüberblick über Dein Umfeld machen kannst und leichter erkennen kannst, wo Du vielleicht etwas ändern müsstest, damit es Dir besser geht.

Ich denke, damit hast Du erstmal genug zu tun und über Feedback würde ich mich sehr freuen…und die Anforderung fürs Passwort bitte nicht vergessen!
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Oder schick mir eine Email an Rapunzelsturm@outlook.de
Ist keine Waschmaschine, kein Abo und Deine Identität oder Email Adresse interessiert mich auch nicht. Doch nur so kannst Du nicht schummeln beim Erledigen des ersten Teils.

Deine Rapunzel